Keine Mitarbeiterfluktuation - Personal binden und Beschaffungskosten meiden

Keine Mitarbeiterfluktuation – Tipps wie du Personal bindest und Kosten sparst

Mitarbeiterbeschaffung. Allein beim Erwähnen dieses Wortes kriegen Führungskräfte schon Pickel im Gesicht. Kein Wunder, denn schließlich ist es mit großem Zeitaufwand und einer gehörigen Portion Geduld verbunden. Da müssen erst Ausschreibungen erstellt, dann Termine vereinbart und schließlich die Bewerber auf Herz und Nieren geprüft werden.

Wenn endlich die Richtigen gefunden sind, braucht es eine Weile, um sie einzuarbeiten. Deshalb spart es Zeit und Kraft, die Fluktuation so niedrig wie möglich zu halten. Das geht am besten mit zufriedenen Mitarbeitern. Die sind, das wissen wir,  loyale Mitarbeiter. Wir haben einige Tipps für euch, wie ihr euer Team auch ohne Dienstwagen oder Prämien halten könnt und Mitarbeiterfluktuation verhindert.

Fluktuation - Mit Personal und zuhören

Der gute Chef hört Mitarbeitern zu

Das gilt natürlich für den Umgang mit Menschen im Allgemeinen, ob im Beruf oder Privatleben. Aber vor allem als Verantwortlicher ist es gut zu wissen, was Vetrauen schafft. Zuhören ist dabei ein wichtiger Punkt. Und Zuhören heißt mehr, als still zu sein, während der andere redet.

Es bedeutet, sich Zeit für die Anliegen der Mitarbeiter zu nehmen und wirklich aufzunehmen, was sie zu sagen haben. Selbst, wenn das ganz und gar nicht der eigenen Perspektive entspricht: Etwas lernen kann man immer daraus. Denn wie heißt es so schön: „When you know how to listen, everybody is your guru.“

Anerkennung für den Mitarbeiter

Dass bei den Mitarbeitern Zuckerbrot besser wirkt als Peitsche, wissen wir nicht erst seit der neuesten Gallup-Studie. Diese ist aber der aktuellste Beweis dafür, dass Lob und Anerkennung ein Schlüsselfaktor für Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit sind. Kollegen, die regelmäßig Lob und Anerkennung bekommen, zeigen deutlich höhere Loyalitäts- und Zufriedenheitswerte.

Logisch – denn wer sich von seinem Arbeitgeber wertgeschätzt fühlt, spürt eine Verbindung zu seinem Unternehmen. Die Arbeit macht ihm mehr Spaß und auch Unangenehmes steckt er leichter weg. Dabei ist Lob allerdings nicht das Gleiche wie Anerkennung: Denn ersteres hängt von einem konkreten Erfolg ab, letzteres ist das allgemeine Gefühl, als Mensch und Kollege wertgeschätzt zu werden. Beides ist wichtig.

Lösungen für Fluktuationsprobleme

Lösungsorientiert statt vorwurfsvoll

Wenn Fehler gemacht werden, ist der erste Impuls meist, den Schuldigen zu suchen. Schuldzuweisungen hört natürlich niemand gerne – erst recht keine ungerechtfertigten. Deshalb gilt: Erst einmal durchatmen und herausfinden, was eigentlich passiert ist. Je nach Schwere des Fehlers empfiehlt es sich, in einem persönlichen Gespräch nach den Ursachen zu suchen und Hilfe anzubieten.

Klar – Ursachenforschung muss betrieben werden, um das, was falsch gelaufen ist, in Zukunft zu vermeiden. Aber egal, was auch passiert sein mag: Sich nach vorne auf eine Lösung zu konzentrieren ist immer ratsamer, als auf dem Geschehenen herumzuhacken. Wer fragt statt schimpft, sorgt dafür, dass sich das Teammitglied ernst genommen fühlt.

Faire Dienstpläne und Lob für das Personal

Sinn stiften, um Motivation zu wecken

Menschen arbeiten für Geld, so viel ist klar. Auch Ruhm und Status stehen bei als Motivatoren hoch im Kurs. Aber Menschen arbeiten am liebsten für etwas, hinter dem sie einen Sinn sehen. Es motiviert die Mitarbeiter, sich als Teil eines Ganzen zu sehen. In der Psychologie ist schon lange der Ansatz bekannt, dass intrinsische Motivation (aus innen heraus) nachhaltiger wirkt als extrinische (von außen). Sogar unangenehme Aufgaben werden lieber erledigt als scheinbar „sinnlose“, solang der Sinn dahinter erkannt wird.

Natürlich wird der Kollege sich eine Zeitlang mehr Mühe geben, wenn eine Prämie winkt. Aber dieses Beeinflussen von außen ist eben nicht auf Dauer ausgelegt. Wichtiger ist es, die Grundmotivation zu nutzen, die die Mitarbeiter schon von sich aus mitbringen. Diese innere Motivation entsteht dadurch, dass sie den Sinn ihrer Arbeit im Zusammenhang sehen. Und hier schließt sich der Kreis wieder: Den Kontakt aufnehmen, Fragen stellen und Zuhören wirken Wunder und bewahren dich vor Mitarbeiterfluktuation.

Dienstplan und Mitarbeiter zusammenbringen

Mitarbeiter in die Dienstplanung einbinden

Auch Verantwortung steigert die Motivation. Wenn die Kollegen eigenverantwortlich handeln können und über ein gewisses Maß an Freiheit verfügen, haben sie nachweislich mehr Spaß an der Arbeit. Natürlich ist das nicht immer leicht umsetzbar. Aber es gibt Bereiche, in denen du durchaus Verantwortung abgeben und dir damit sogar noch Zeit sparen kannst. Die Schichtplanung ist zum Beispiel ein solcher Bereich. Software wie tift hilft dabei, das Schichtsystem zu demokratisieren.

Du musst lediglich das Grundgerüst schaffen. Dann können Mitarbeiter Verfügbarkeiten eintragen und werden automatisch über den fertigen Dienstplan informiert. Die Software kann später auch dabei helfen, Schichten zu tauschen oder bei Krankheit spontan einzuspringen, ohne das alles mit einem nervigen Telefonmarathon verbunden ist. Du und deine Mitarbeiter haben jederzeit und von überall Zugriff auf den Dienstplan.

Und schließlich: Erleichtere die Kommunikation

Zu Mitarbeiterführung werden endlos viele Seminare, Workshops und Bücher angeboten, die auch sicher alle ihre Berechtigung haben. Aber wenn wir die Motivationsfaktoren einmal herunter brechen, wird das Bild recht klar: Behandle andere Menschen so, wie du auch behandelt werden willst. Das gilt im Unternehmen vor allem für Kollegen, die dir unterstellt sind.

Nimm dir ein Beispiel an Chefs, die dir seinerzeit ein gutes Gefühl gegeben haben. Wann bist du gerne zur Arbeit gegangen, selbst wenn die Arbeitszeiten mörderisch und die Bezahlungen winzig waren? Oder erinnerst du dich an Situationen, in denen du dachtest: „Wenn ich Chef wäre, würde ich…?“ Ruf sie dir wieder ins Gedächtnis. Und nicht zuletzt: Kommuniziere mit deinen Mitarbeitern! Teste doch gleich einmal, wie du die Kommunikation mit deinen Mitarbeitern noch effizienter gestalten kannst.

Was sind deine Tipps für Personalbindung? Was macht deine Mitarbeiter glücklich? Lass es uns wissen und schreibe uns eine Mail.

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